Verhaltensprobleme Hund

Verhaltensprobleme beim Hund

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Hund mit Gewitterangst

Hund mit Gewitterangst während eines Gewitters

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Lebensraum der meisten Hunde stark verändert. Viele leben heute in mehr oder weniger grossen Städten und sind mit ganz anderen Anforderungen konfrontiert, als das ihre Ahnen waren. Die heutigen Hunde müssen mit Lärm, Hektik, anderen Hunden, fremden Menschen und vielen anderen Dingen eines modernen Alltages zurechtkommen. Viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen können in so dicht besiedeltem Gebiet nicht mehr toleriert werden.

Ursprünglich, über viele Generationen für eine bestimmte Arbeit gezüchtet (z.B. Schafe hüten, Grundstück bewachen, jagen, Gesellschaftshund usw.), werden die meisten Hunde heutzutage als reine Familienhunde gehalten. Ihre einzige Aufgabe ist, die Menschen mit ihrer Anwesenheit zu erfreuen. Die wenigsten Hunde sind damit ausgelastet und viele suchen sich dann ein „Hobby“.

Sehr viele Verhaltensprobleme gehören in die oben aufgeführten Kategorien. Es gibt aber auch Verhaltensprobleme die medizinische Ursachen haben und auch solche mit psychischen Ursachen.

Häufig gesehene Verhaltensprobleme:
…....übermässiges Bellen
…....Hüte- und Treibverhalten bei Familienangehörigen
…....übermässiges Territorialverhalten
…....übermässiges Schutzverhalten
…....aggressives Verteidigen von Futter, Spielsachen oder anderen Dingen
…....aggressives Verhalten an der Leine gegen fremde Menschen oder Hunde
…....unerwünschtes Jagdverhalten
…....schlechter Gehorsam
…....andere

Medizinische Ursachen: 
…....akute und chronische Schmerzen
…....Sehbehinderung – Blindheit
…....Hörbehinderung – Taubheit
…....unbehandelte Schilddrüsenunter- oder -überfunktion
…....massiver Juckreiz
…....Verdauungsprobleme
…....andere

Psychische Ursachen:
…....Hyperaktivität
…....ungenügende Sozialisation (Deprivation)
…....Gewitterangst und andere Ängste
…....Trennungsangst (der Hund kann nicht alleine sein)
…....Stereotypien
…….(über einen gewissen Zeitraum ausgeführte, wiederkehrende sinnlose
……..Verhaltensweisen)
…....senile Demenz
…....andere

Die oben genannten Verhaltensprobleme sind nur eine kleine Auswahl.

Eine erfolgreiche Behandlung beinhaltet, dass zum einen der Auslöser behandelt wird und zum andern, dass der Besitzer/ die Besitzerin dem Hund ein anderes, unproblematisches Verhalten antrainiert, welches er in den entsprechenden Situationen zeigen darf oder soll. Ziel ist es, dass der Hund wieder zu einem emotionalen Gleichgewicht findet.

Trainingsmethoden die auf Gewalt basieren erreichen besten Falls, dass der Hund das unerwünschte Verhalten in Anwesenheit des Besitzers nicht mehr zeigt. Sie führen aber nicht dazu, dass der Hund in der Problemsituation emotional ausgeglichen ist, was die Voraussetzung für eine dauerhafte Verhaltensänderung ist.

Bei Problemverhalten ist man gut beraten, möglichst frühzeitig professionelle Hilfe einzuholen. Je länger ein Problem besteht, umso mehr verselbständigt sich das unerwünschte Verhalten und umso schwieriger und langwieriger wird in der Regel dessen Lösung.

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